Lerne dich selbst kennen.
Kennst du dich selbst? Ist dir bewusst, warum du dich in manchen Situationen so gnadenlos an deinem eigentlichen Ziel „vorbeiverhältst“?
Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, der Hauptgrund für meine aktuelle Situation (ob gut oder schlecht) wäre jemand anderes als ich selbst.
Selbstbeobachtung als Schlüssel zu Selbstverantwortung
Klar wäre es einfacher die Verantwortung für das eigene Leben irgendwie nach Außen hin abzuwälzen. Ohne viel Anstrengung kann ich sehen, was und wer mich alles daran hindert, mein Traumleben zu leben.
Es bringt mich halt nicht weiter, weil es rein gar nichts an der Situation ändert. Viele Emotionen ohne Wirkung.
Hier kommt die (gezielte) Selbstbeobachtung ins Spiel.
Die Intention hinter der gezielten Selbstbeobachtung ist zu Erkennen, wo ich mein Denken und Handeln aktiv so ändern kann, dass es einen positiven Effekt auf mein Leben entwickelt.
Fokus ist essistenziell
Da das Selbst eine unheimlich komplexe, vielschichtige und vor allem dynamische „Angelegenheit“ ist, ist es von unschätzbarem Wert, das Feld der Beobachtung einzugrenzen.
Folgend eine Liste von allgemeinen Beispielfragen die man sich stellen könnte um so einen Bereich abzugrenzen.
- Was sind meine Kernüberzeugungen?
- Wie reagiere ich auf Gefühle?
- Was beeinflusst meine Entscheidungsfindung. Wie läuft sie ab?
- Was sind meine Gewohnheiten?
- Wo stehe ich mir selbst im Weg?
- Wie verhalte ich mich in verschiedenen sozialen Umgebungen?
- Welches Verhalten von mir kann ich nicht ausstehen? Wann tritt es auf?
Wenn du dir eine dieser Fragen vornimmst und sie durch Selbstbeobachtung, nicht durch Erinnerung beantwortest, schaffst du durch ehrliche Konfrontation die Möglichkeit zu erkennen, wo die Ursachen für manche der Umstände in deinem Leben liegen. (könnten).
„Ich kann nur das ändern, was mir bewusst ist.“
Jede Veränderung beginnt damit, dass ich mir den Status Quo bewusst mache.
Aber, wo Anfangen?
„Aller Anfang ist schwer!“ Am besten fängst du damit an, dich Selbst in alltäglichen Situationen zu beobachten.
Zum Beispiel:
- Der Griff in die Süßigkeitentüte,
- Die schnippische Bemerkung dem Partner/ den Kindern gegenüber,
- Das sinnlose Handyscrollen
Wichtig ist, dass du mit dir selbst brutal ehrlich bist, ohne dich zu verurteilen.
Das ist leichter gesagt als getan!
Versuch das mal:
Rufe eine alltägliche Situation in dir wach, in der du dich immer wieder so verhältst, dass du es danach bereust…
Versuche nun dieses Verhalten zu beschreiben ohne dich selbst dafür abzuwerten oder rechtzufertigen.
Beispielthemen zur Selbstbeobachtung
- Du willst abnehmen? Ok! Beobachte wann du dich deinem Ziel entgegengesetzt verhältst.
- Du willst ruhiger mit stressigen Situationen umgehen? Ok! Wann ist der Punkt an dem du nicht mehr bewusst handelst, sondern nur noch reagierst.
- Du willst konzentrierter Arbeiten können? Ok! Was lenkt dich ab? Was denkst du, bevor du dich einer Ablenkung hingibst?
- Du willst Projekte zu Ende bringen, ginst aber beim ersten Anzeichen von Schwierigkeiten auf? Ok! Was ist die Sorge, die dich dazu bringt aufzugeben? Was ist das Gefühl, dass du zu vermeiden versuchst?
„Du musst Der sein, Der du werden willst, um Der zu werden, Der du sein willst.“
Du könntest aber auch einfach damit beginnen herauszufinden, warum du Sorge hast Fehler zu machen, obwohl du etwas für dich – und mit dir Selbst erarbeitest.🥸👍
Halte deine Beobachtungen fest!

Am besten schreibst du dir auf, welchen Bereich du beobachten willst und schreibst in regelmäßigen Abständen dazu, was du bemerkt hast. Schreib alles dazu, das dir dazu einfällt. Auch was du gern ändern würdest. Wenn du es geschafft hast, dich anders zu verhalten. Warum du es manchmal nicht schaffst.
Mache eine Routine aus deiner Selbsbeobachtung.

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