„In letzter Instanz bist du es immer Selbst, der dir einen Wert zu -/ oder abspricht!“
Für mich ist das Konzept des Selbstwertes nicht etwas, das man „hat“ oder das einem „gegeben“ wird, sondern eher eine Fähigkeit.
„Selbstwert ist die Fähigkeit, sich selbst wohlwollend wahrzunehmen und aus dieser Wahrnehmung heraus im eigenen Interesse zu handeln. „
//Wo sehe ich die größten Hindernisse? //
Ich könnte an dieser Stelle jetzt lange auf schwierige Kindheiten, die Probleme des Schulsystems, die Leistungsgesellschaft, den Effekt von Social Media und was weiss ich noch alles eingehen.
Im Endeffekt geht es darum an uns selbst zu arbeiten und damit aufzuhören ständig nach einem Schuldigen für das eigene Verhalten zu suchen.
Eines der grössten Hindernisse im Bezug auf den erlebten eigenen Wert sehe ich bei vielen Menschen in der Angewohnheit, sich durchgehend mit anderen zu vergleichen. Das Problem ist in vielen Fällen eine damit einhergehende Abwertung der eigenen Person. (lat. persona = Maske /Rolle)
Ein Beispiel hierfür sind die vielen Menschen die sich durchgehend über welches Medium auch immer mit wie auch immer gearteten Idealen in Form von Trends und Hypes ohne zu Hinterfragen identifizieren und vergleichen. Das erschreckende ist, dass diese von Fremden über den Äther geschickt werden, die im besten Fall Geld verdienen wollen und im schlimmsten Fall Teil einer weltweiten Verblödungskampagne sind.
Diese Wahrnehmung ist durch die unbewusste Struktur des Denkens der meisten Menschene massiv verzerrt ist. // Biases// Mit dem was sie zu haben oder zu sein scheinen.
Was ist zeigt dieses fast schon zwanghafte Verhalten Dieses fast schon zwanghafte Suchen nach Mängeln an der eigenen Person.
Aber entspricht das, was wir finden wirklich der Wahrheit? Stellt das Bild, das wir so in uns selbst erzeugen tatsächlich uns Selbst dar?
Oder ist das nur der Versuch die eigene Identität stabil zu halten? Das halten der Komfortzone, wobei Komfort nicht für angenehm sondern eher für bekannt steht. Wir neigen dazu das bekannte Übel dem Unbekannten vorzuziehen, was uns oft in Umstände führt die ich als slbstzerstörerisch bezeichnen würde.
Diese (meist unbewusste) Gewohnheit führt zu einer stabil negativen Selbstwahrnehmung. Die bestätigt sich durch die Interpretation der eigenen Wirkung auf die Umwelt im Vergleich zu uns oft vollkommen fremden Menschen, selbst.
Die ständige Wiederholung dieses Musters festigt und baut sie weiter aus.
Angenommen es handelt sich dabei, wie wir die eigene Wirkung auf unsere Umwelt wahrnehmen und bewerten um eine subjektive Interpretation.
Ist es dann nicht möglich genau diese Wahrnehmung so anzupassen, dass sie die Ausrichtung der Selbstwahrnehmung in eine Richtung lenkt, die uns weiterbringt?
Ich bin der Überzeugung, das es möglich ist, durch die bewusste Arbeit an und mit dieser Gewohnheit ein stabil positives Erleben des eigenen Selstwertes möglich ist.
Da wir uns unseren Wert in letzter Instanz selbst zusprechen, geht es darum, zu lernen, uns selbst so zu behandeln, als würde einem tatsächlich was am eigenen Wohlbefinden liegen.
„Ich selbst entscheide, wem oder was ich die Macht gebe auf meine innere Welt zu wirken.“
Ein stabil positiver Selbstwert,also eine stabil positive Wahrnehmung der eigenen Person, macht das Leben lebenswerter und hilft dabei den eigenen Weg im Leben zu finden. Zusätzlich gibt es einem die Kraft und die Selbstsicherheit diesen Weg auch in Angriff zu nehmen und nicht nur zu reden.
Also authentisch durch das Leben zu schreiten.
Wie erzeugst du diese Qualität in deinem Bewusstsein?
Im ersten Schritt ist es wichtig deinen eigenen inneren Dialog kennenzulernen.
Das ist am Anfang gar nicht so einfach. Zuerst gilt es ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass wir die meiste Zeit Zuhörer in unserem eigenen Kopf sind. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass wir NICHT unsere Gedanken sind.
Bist du es selbst, der dich bewertet und vergleicht?
Bewertest du eine Idee von dir Selbst oder tatsächlich etwas, das du erreicht hast? Bewertest du dich selbst anhand etwas das du erreicht hast oder handelst du dir selbst gegenüber defizitorientiert?
Oder handelt es sich um die Idee anderer Personen oder gesellschaftlicher Regeln und Normen, die dein Handeln gerade bewertet?
Woher kommen diese negativen Gedanken, die sich immer wieder aufdrängen?
Ängste? Haben sie reelen Bezug oder sind es Gedanken, die aus Gedanken entstehen?
Zweifel? Warum zweifelst du an dir Selbst? Du hast schon viel mehr geschafft als du verkackt hast.
Für wen dieser Perfektionismus, der dich daran hindert anzufangen? Was überhaupt ist perfektß hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?
Wann kritisierst du dich selbst? Handelt es sich um faire Kritik? Konstruktive Kritik? Oder handelt es sich um reines Runtermachen.
Durch die Handlungen, die dir beweisen, dass du es dir Selbst wert bist.
Wie gehst du mit dir Selbst um, wenn du deine eigenes Handeln bewertest?
Verhältst du dich dir Selbst gegenüber wie dein bester Freund? Oder versucht deine innere Stimme ständig jemanden aus dir zu machen, der du nicht bist?
Du selbst entscheidest wie du mit dir selbst umgehst. Es ist eine Gewohnheit, wie wir mit uns selbst sprechen und Gewohnheiten kann jeder ändern.
Du bist der einzige Mensch, der in der Lage ist dein Denken und Handeln zu steuern
Also fang an, es so zu nutzen, wie du selbst für angebracht und zielführend ansiehst.
Du solltest mindestens daran interessiert sein, dein Leben nicht schlechter werden zu lassen. Das Problem hierbei ist der fehlende Mittelweg. Du wirst entweder besser oder schlechter. Also ist der einzige Weg, der mich zu dem Menschen macht, den ich gern morgens im Spiegel begrüße.
An diesem Punkt kommt das sogenannte Immunsystem der Seele ins Spiel. Die Disziplin.
Wenn du nicht auf flüchtige Momente der Motivation angewiesen bist, sondern dich auf deine Disziplin verlassen kannst.
Durchgehendes konstruktives Handeln zum eigenen Vorteil ohne anderen zu schaden.
Es ist völlig egal wie andere dich wahrnehmen, wenn du dich selbst magst und ehrlich deinen Weg gehst, wirst du Menschen anziehen, die wirklich in dein Leben passen.